Stottern (Kinder, Jugendliche, Erwachsene)

Unter Stottern versteht man eine Störung des Redeflusses durch Wiederholung von Lauten, Silben, Wörtern oder ganzen Satzteilen sowie Blockaden bei einzelnen Lauten, stummes Verharren vor einzelnen Lauten und körperliche Mitbewegungen (Lippen, Hände, Fuß aufstampfen).
Häufig besteht eine Sprechangst, die zum Vermeiden schwieriger Wörter und Situationen führen kann. Emotionale Reaktionen wie Schamgefühle, Enttäuschung und Wut halten das Vermeidungsverhalten aufrecht.
Die eine Ursache für die Entstehung des Stotterns ist bis heute nicht gefunden. Stottern ist weder rein psychisch noch organisch zu erklären. Ein Stottergen konnte bisher nicht gefunden werden. Man geht aber heute davon aus, dass es eine vererbte Disposition für das Stottern gibt (Zum Vergleich: Neurodermitis wird als Disposition ebenfalls vererbt). Für die weitere Entwicklung des Stotterns sind multifaktorielle Gründe wie die eigene Reaktion auf die Unflüssigkeiten, die Reaktionen der Umwelt und die Art des Stotterns verantwortlich.
Die logopädische Therapie bietet unterschiedliche Sprechtechniken an, das übergeordnete Ziel besteht allerdings im Abbau des Vermeidungsverhaltens und dem Transfer in Alltagssituationen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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